Über den Film

   

Hubert von Goisern: Brenna tuat’s schon lang

Seit einem Vierteljahrhundert spielt Hubert von Goisern nun auf den Bühnen Europas. Als Volksmusikerneuerer, als Nein-Sager, als einer, der sich in keine Schublade stecken lässt. Konsequent in lustvoller Inkonsequenz. Hubert von Goisern ist sein eigener roter Faden, menschlich und musikalisch.

Spätestens seit Veröffentlichung seines Erfolgsalbums „EntwederundOder“ (2011) ist er nicht nur im Kreis der Alpenrock-Fangemeinde ein fixer Begriff. Mit seinen tiefsinnigen und kritischen Texten wird er in der Mitte der Gesellschaft gehört. Seine Hits haben Kult-Status erlangt – in seiner Heimat Österreich sowie im gesamten deutschsprachigen Raum.

Und Hubert von Goisern steht nicht still: während wir uns mit einer Rück- und Gesamtschau beschäftigen, sieht er schon wieder nach vorne. Auch 2015 ist Hubert von Goisern mit einem Liveprogramm unterwegs, im Mai erscheint sein neues Studioalbum. Es ist das zehnte – und schon jetzt ist klar, dass es genügend Ideen für zehn weitere gibt.

Seine persönliche und künstlerische Entwicklung zwischen den Höhepunkten seiner Karriere hingegen ist weitgehend unbekannt. Die Frage: „Was hat Hubert von Goisern eigentlich zwischen seinen großen Erfolgen - „Koa Hiatamadl“ und „Brenna tuat’s guat“ - gemacht?“ bildet den Ausgangspunkt für die Gesamtschau auf Goiserns aufregendes und singuläres Künstlerleben. Ein Dokumentarfilm, der dem Menschen Goisern ungewöhnlich nahe kommt, gleichzeitig aber auch Raum für kritische Blicke offenlässt. Ein Musikfilm, der Heimat und Fremde sowie damals und heute auf einen Nenner bringt.

Gespräche mit dem Hauptprotagonisten und seinen Wegbegleitern bilden die Klammer zu einer Erzählung der Stationen in der Entwicklung des bemerkenswerten Künstlers. Das lebendige, zum Teil noch kaum veröffentlichte Archivmaterial zeigt den Künstler und sein Schaffen. „Brenna tuat‘s schon lang“ ist ein Film über Brüche und Wendungen. Vor allem aber ist es ein Film über Musik.